Social-Media-Plattformen wie Instagram erlauben oft nur einen Link im Profil oder der sogenannten Bio. Hier muss der Profilinhaber dann möglichst alle Informationen unterbringen, die den Profilbesucher dann zum Beispiel zum Impressum oder dem aktuellen Blogpost / Podcast-Episode bringen. Das wird natürlich schwierig und aufwendig, wenn man da dann ständig die Links ändern und aktualisieren muss, weil sich die Linkziele ändern.

In viele Social Media Profilen findet man dann Links zu Diensten wie Linktr.ee, auf denen dann wiederum Links zur eigenen Website, dem Blog oder Podcast zu finden sind. Aber Moment mal. Ist das denn wirklich schlau und was sagt denn die DSGVO eigentlich dazu?

Gemäß DSGVO benötigt man einen wirklich guten (also so wirklich gut) Grund, um seine Besucher auf Dienste zu schicken, die außerhalb von Europa betrieben werden. In aller Regel ist es besser, man verzichtet auch diese Dienste, um nicht gegen die DSGVO zu verstoßen. Sicher ist sicher.

Die datenschutzkonforme Alternative zu Linktr.ee

Wer eine Webseite betreibt, der sollte alles dafür tun, dass diese Webseite möglichst viele Zugriffe bekommt und seinen Besuchern den entsprechenden Mehrwert bietet. Warum also nicht direkt eine Landingpage bauen, auf die man zentral von allen Social Media Profilen verweisen kann? Warum sollte man Linktr.ee und Co diesen Datenverkehr schenken?

Die Lösung ist also im Grunde ganz einfach. Erstelle dir eine eigene Seite auf der du zu allen wichtigen Links, Blogartikeln oder anderen Profilen die Links hinterlegst.

Im Beispiel siehst du, wie ich das für mein Blog respektive Podcast umgesetzt habe.

Vorteile der eigenen Landingpage

  1. Du hast du volle Kontrolle darüber, was du dort präsentieren willst.
  2. Sämtlicher Datenverkehr landet zunächst auf deiner Webseite.
  3. Deine Landingpage ist DSGVO-konform (oder zumindest kannst du einfach dafür sorgen).
  4. Deine Landingpage hat dasselbe Design wie deine Webseite.
  5. Die Landingpage wird so lange verfügbar sein, wie du es willst.

Vorteile von Linktr.ee und Co

  1. In aller Regel einfach zu bedienen und zu pflegen
  2. Hohe Verfügbarkeit
  3. Hohe Bekanntheit der Dienste

Häufig gestellte Fragen – F.A.Q

Ist Linktree legal?

Das Unternehmen hinter dem Dienst Linktr.ee sitzt unter anderem in Los Angeles, Sydney und hat seine Hauptniederlassung in Melbourne. Somit landet jeder Nutzer:innen Klick erst mal auf Servern außerhalb der EU und wird dort auch getrackt. Das widerspricht der Europäischen Datenschutzgrundverordnung und stellt somit ein echtes Problem dar. Da Grundverordnungen Gesetzescharakter haben, verstößt die Nutzung somit gegen geltendes Recht oder birgt zumindest die Gefahr einer Abmahnung.

Was ist Linktree?

Linktr.ee ist ein Onlinedienst, mit dem man die 1-Link Regel bei Instagram umgehen kann, in dem man dort eine Landingpage mit verschiedenen weiterführenden Links hinterlegt, eine solche Landingpage allerdings auch schnell auf der eigenen Webseite angelegt. Hat man eine solche Webseite nicht und verfügt nur über Profile bei YouTube, Facebook und anderen sozialen Netzwerken, hat man diese Option natürlich nicht. Ein weiterer Grund, warum ich ein Fan der eigenen Webseite bin.

Gibt es weitere Alternativen zu Linktree?

Eine Alternative ist, eine eigene Landingpage zu erstellen und in deinen Social Profiles zu verlinken. Das ist die sicherste Variante, denn so hast du jeden Klick unter Kontrolle und verschenkst keinen Datenverkehr an einen anderen externen Dienst. Du kannst außerdem sicherstellen, dass deine Nutzer:innen nicht oder datenschutzkonform getrackt werden.

Eine weitere Alternative ist der deutsche Dienst Wonderlink, die DSGVO-konforme One-Link-Only-Lösung für deine Online-Kanäle. Auch hier gibt man damit allerdings u. a. viel Traffic erst mal an eine andere Webseite ab.

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Sascha Rupp