Was kostet eine Website?

„Der Sohn von meinem Freund macht das auch“ – was eine Website wirklich kostet

Diesen Satz höre ich regelmäßig. Manchmal etwas freundlicher formuliert, manchmal direkter. Gemeint ist immer dasselbe: Was kostet eine Website eigentlich – und warum soll ich dafür bezahlen wenn das doch heute jeder kann?

Die kurze Antwort: Ja, eine Website kann heute fast jeder erstellen. Die längere Antwort ist komplizierter.

Was du wirklich kaufst

Wenn du einen Webdesigner beauftragst, kaufst du nicht die Website. Die ist am Ende nur das Ergebnis. Du kaufst die Zuverlässigkeit dahinter. Dass jemand da ist wenn etwas nicht funktioniert. Dass Updates eingespielt werden bevor eine Sicherheitslücke ausgenutzt wird. Dass deine Datenschutzerklärung stimmt und du bei einer Abmahnung nicht alleine dastehst.

Der Sohn vom Freund macht das vielleicht gut. Vielleicht sogar sehr gut. Aber in zwei Jahren kommt die erste Freundin, ein Auslandssemester, ein neuer Job. Und dann? Wer ruft zurück wenn deine Website plötzlich offline ist?

Was aus unbetreuten Websites wird

Fahr mal durch den Westerwald und schau dir die Websites der Läden und Betriebe an. Ein erheblicher Teil davon wurde irgendwann einmal erstellt und seitdem nicht mehr angefasst. Das Impressum verweist auf eine alte Adresse. Die Öffnungszeiten stimmen nicht mehr. Auf dem Smartphone ist der Text so klein dass man die Schrift kaum lesen kann, die Farben so kontrastarm dass es für viele Menschen schlicht unleserlich ist.

Das ist kein Einzelfall. Das ist der Normalzustand wenn eine Website einmal gebaut und dann sich selbst überlassen wird.

DSGVO, Urheberrecht, technische Pflicht

Hier wird es ernst. Als Betreiber einer Website bist du rechtlich verantwortlich für das was dort steht und wie es technisch umgesetzt ist. Das bedeutet: eine korrekte Datenschutzerklärung, ein vollständiges Impressum, rechtssichere Einbindung von Schriften und Bildern, Cookie-Banner die tatsächlich funktionieren.

Weiß der Teenie-Webdesigner welche Schriften er verwenden darf? Ob das Foto das er eingebaut hat lizenziert ist? Ob die Google Fonts Einbindung gegen die DSGVO verstößt? Vielleicht. Wahrscheinlich nicht.

Das ist kein Angriff auf junge Menschen die sich das selbst beibringen – ich habe das selbst so gemacht. Aber es ist ein Unterschied ob jemand das als Hobby macht oder als Dienstleistung mit Verantwortung.

Eine Website braucht ein Ziel

Eine Website die einfach nur existiert bringt nichts. Die Zeiten wo eine digitale Visitenkarte mit Adresse und Telefonnummer gereicht hat sind vorbei. Eine gute Website hat ein klares Ziel: Anfragen generieren, Termine buchen lassen, Vertrauen aufbauen bevor der erste Kontakt stattfindet.

Das fließt in die Planung ein und damit auch in den Preis. Wer fragt „was soll deine Website für dich tun?“ bevor er anfängt zu bauen, liefert am Ende etwas das wirklich funktioniert. Wer einfach loslegt liefert eine hübsche Seite die niemanden zu etwas bewegt.

Was professionelles Webdesign kostet und warum

Eine professionell umgesetzte WordPress-Website kostet bei mir zwischen 1.299 und 2.499 Euro, je nach Umfang. Dazu kommt optional ein WordPress Wartungspaket ab 69 Euro.

Dafür bekommst du eine Website die mobil funktioniert, rechtlich sauber ist, regelmäßig aktualisiert wird und einen Ansprechpartner hat der auch in zwei Jahren noch da ist. Keinen Studenten der gerade andere Prioritäten hat, kein Ticketsystem einer anonymen Agentur – sondern eine direkte Nummer.

Der Vergleich mit dem Sohn vom Freund ist so als würdest du deinen Jahresabschluss von jemandem machen lassen der mal einen Buchhaltungskurs gemacht hat weil er günstig ist. Vielleicht geht es gut. Aber wenn nicht, ist der Schaden deutlich größer als die eingesparte Summe.

Du willst wissen was eine WordPress Website für dein Business kosten würde? Vereinbare ein kostenloses Erstgespräch.

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